Bisschen Spaß muss sein...

Zusätzlich zu unserem Engagement für unsere Arbeit und die Projekte, sind wir natürlich auch in Südafrika, um das Leben und die Kultur hier zu erfahren und außerdem das Land kennenzulernen.

 

An den Wochenenden fahren wir häufig in die 30 Minuten entfernte Stadt East London und besuchen dort die anderen 8 Freiwilligen, die dort arbeiten und untergebracht sind. Ein Lehrer der Nobuto Primary School hat uns Karten für das Kricketspiel Südafrika gegen Simbabwe in East London besorgt, sodass wir bereits die Möglichkeit hatten, an einem großen Event des Nationalsports teilzunehmen. Kricket hat mich stark an Brennball erinnert, wobei der Ball nicht geworfen, sondern gebowlt wird (eine Wurfart, bei der der Arm, sobald er die Höhe der Schulter erreicht hat, nicht mehr gestreckt werden darf) und dann mit einem Schlagholz weggeschlagen wird, um schließlich "Runs" zu erzielen. Für Laien wie uns nicht leicht zu verstehen, jedoch war es eine tolle Erfahrung.

Piratenfeeling mit unseren neuen Freunden Josh und Kevin
Piratenfeeling mit unseren neuen Freunden Josh und Kevin

In der Nähe von dem Haus der Freiwilligen findet das Frisbeetraining der "Knights" statt, bei dem ich bisher einige Male war. Dort habe ich sehr sympathische Menschen kennengelernt, mit denen ich Anfang Dezember sogar auf ein Turnier fahren werde. Von Zweien wurde ich auf einen "Dance" eingeladen, welcher mit seinen Line-Dances und der Musik sehr an einen Countrydance erinnert hat. Besonders der sogenannte Sokkie-Dance, eine Art Lauftanz mit einem Partner, hat mir viel Spaß bereitet. Außerdem wurden Natalie und ich von ihnen auf eine Geburtstagsfeier eingeladen mit dem Thema "Pirates of the Carribean", welche wir kreativ, aber nicht unbedingt schön, als Captain Morgan "verkleidet" besucht haben. Es war ein wirklich schöner Abend und es ist wirklich toll, nach einer so kurzen Zeit bereits solch eine Möglichkeit zu bekommen.

Außerdem haben wir gemeinsam mit den Freiwilligen aus East London an einem Colour Run teilgenommen. Dies war ein Charity Lauf, welcher 5 Kilometer lang war. Nach jedem Kilometer wurden wir mit Farbbomben in rot, blau, pink, gelb und lila bespritzt, was wirklich sehr lustig und natürlich bunt war. So war es kein Wunder, dass wir danach wie Marsmenschen aussahen und lange gebraucht haben, um die Farbe danach wieder abzuwaschen.

An einem anderen Wochenende sind wir zu sechst etwa 3,5 Stunden mit zwei gemieteten Autos nach Port Elizabeth gefahren (inklusive 3-fachem Upgrade, da die kleinen Kias leider leider nicht mehr verfügbar waren). Allein die Fahrt dahin hat mit der tollen Aussicht und voll aufgedrehter Musik wirklich viel Spaß gemacht. Die N2 ist die Autobahn, die an Berlin entlangführt, zwischenzeitlich aber auch eher wie eine Landstraße wirkt, da man teilweise selbst von Schotterwegen auf sie abbiegen kann. Autofahren ist hier so eine Sache für sich. Zum einen gibt es natürlich den Linksverkehr, an den man sich erstmal gewöhnen muss, obwohl das wirklich schneller ging, als gedacht. Die weit verbreitete Angewohnheit, schnelleren Autos durch Ausweichen auf den breiten Seitenstreifen Platz zu machen, ist zudem sehr angenehm und zeigt die Freundlichkeit der Menschen hier. Zusätzlich gehen viele Menschen an der Autobahn entlang oder überqueren diese und liegengebliebene Autos sind keine Seltenheit. Außerdem kann es auch vorkommen, dass plötzlich eine Kuh- oder Ziegenherde meint, dass die Straße doch ein schöner Ort zum Entspannen ist.

In PE haben wir die Freiwilligen dort besucht und dort übernachtet. Solch ein Netzwerk hier in Südafrika zu haben stellt sich somit als sehr praktisch heraus und wir verstehen uns als Gruppe auch wirklich gut. Besonders Sardinia Bay war die Reise absolut wert als traumhafter Strand mit einer atemberaubenden Dünenlandschaft. Außerdem waren wir noch im White Tigers feiern, wobei Natalie und ich zwar gefahren sind, aber trotzdem am meisten auf der Tanzfläche zu finden waren.

Ansonsten verbringen wir den Hauptteil unsere Zeit in Berlin. Da hier in der Nähe nicht viel in der Freizeit zu tun ist, beschäftigen wir uns miteinander und sind so als Gruppe schon sehr zusammengewachsen. Sport steht für uns als Sportfreiwillige selbstverständlich auch auf dem Programm, aber sonst spiele ich auch gerne Gitarre.

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