Angekommen im neuen Zuhause

Mittwoch, 24.10.

Ist es wirklich möglich, dass ich nun bereits über einen Monat in Südafrika verbracht habe? Trotz des anderen Zeitgefühls hier fliegt die Zeit sehr schnell an uns vorbei und jeder Tag hält neue Herausforderungen und Erfahrungen bereit.

 

Besonders wohl fühle ich mich hier, da der gesamte Tag von Kinderlachen und Kindergeschrei begleitet wird. Wo man auch hingeht, sie kommen angelaufen, rufen Roniiia und winken erfreut. So wurden beispielsweise Natalie und ich spontan von drei Mädchen bei unserem gesamten Shoppingtrip zum Supermarkt begleitet. Auch laufen ständig unsere Nachbarskinder um unser Haus, leihen sich Bälle aus und spielen in unserem Garten. Aufgrund dessen haben wir dort ein Volleyballnetz einbetoniert, das großen Andrang findet und den Kindern viel Freude bereitet.

"Steht mir das nicht gut?" - Modelzeit bei uns im Garten
"Steht mir das nicht gut?" - Modelzeit bei uns im Garten

Als ich letztens mit der Gitarre im Garten saß, gespielt und gesungen habe, dauerte es nicht lange, bis eine Kindergruppe mich umringte, einige mit mir sangen (Frozen von Disney schien besonders beliebt) und ein Mädchen meine Haare flocht.

Es schien auch eine Attraktion zu sein, wie ich in unserem Garten 10 cm meiner langen Haare verloren habe. Die Strähnen verweilten nicht lange auf dem Boden, nein, sondern zierten schnell die Köpfe der Kinder, die es lustig fanden, mit ihnen zu posieren.

Ähnlich verlief es voriges Wochenende, als ich alleine zum Community Feld vor meiner Schule gelaufen bin, um fürs Disc Golfen zu trainieren. Nach wenigen Minuten war ich schon nicht mehr alleine und bald hatte ich 13 motivierte Kinder um mich, mit denen ich ein Workout machte.

 

So umgibt uns hier stets eine positive Atmosphäre und ich fühle mich sicher, da besonders die Kinder immer ein Auge auf uns haben. Manchmal aber auch ein Auge zu viel, denn nach einem anstrengenden Tag ist unsere Ausdauer zu spielen erschöpft und wir benötigen unsere Ruhe. So haben wir in solchen Momenten keine Lust darauf, dass ständig an unsere Fenster geklopft wird, was aber häufig bei den Kindern auf Unverständnis stößt. Dennoch ist es wirklich schön, dass wir in unserer Einsatzstelle wirklich mit der Community Haus an Haus zusammenleben, da uns so ein tiefer Einblick in die Lebensweise hier eröffnet wird.