1. Zwischenseminar in Hogsback

Neben den beiden Besuchen sind wir in der Woche darauf aus Berlin ausgeflogen und anlässlich unseres ersten Zwischenseminars nach Hogsback gefahren.

Das Dorf liegt mitten in den Bergen in einer wunderschönen Natur mit einer tollen Aussicht. Bobby hat sich auf dem Weg wirklich gut geschlagen und selbst die Steigung auf der Dirt Road hat er phänomenal gemeistert. Wir haben die Zeit im Hobbiton verbracht, einem Outdoor Education Center, das früher ein Zufluchtsort für Kinder nach dem Zweiten Weltkrieg war. Das Zentrum ist besonders für die Betreuung von Gruppen mit dem Schwerpunkt auf Erlebnispädagogik ausgelegt und arbeitet als Non-Profit Organisation.

 

Bei dem Seminar, geleitet von Brett und Ingo, haben wir uns intensiv mit unseren bisherigen guten sowie schlechten Erfahrungen auseinandergesetzt. Es war beruhigend zu hören, dass Schwierigkeiten, die wir im Alltag erleben auch andere Freiwillige betreffen, sodass ich diesen Austausch als hilfreich empfunden habe. Zusätzlich hat jede Einsatzstelle Präsentationen über ihre Schule und ihre Region vorbereitet sowie diese vorgestellt. Pläne für weitere Projekte, Ferienprogramme etc. waren außerdem ein elementarer Themeninhalt, denn diese rücken mit schwindelerregender Geschwindigkeit näher. 

Zur dritt haben wir im Teamwork die 9m bewältigt
Zur dritt haben wir im Teamwork die 9m bewältigt

Zudem gehörte Team Building zu dem Programm des Seminars. Einen Niedrigseilgarten haben wir in Gruppen gemeistert und an einem anderen Tag ging es sogar in den Hochseilgarten. Besonders spannend war der Sprung von einem hohen Pfosten an ein Trapez, den nur wenige geschafft haben, sodass wir alle froh über unsere Sicherheitsgurte waren. Der Höhepunkt für mich war die Jakobsleiter, die man in Dreierteams erklimmen konnte.

 

Typisch für einen Freiwilligendienst im Sport war auch ein Volleyballturnier auf dem Programm (die Berlin-Crew mit drei Volleyballspielern war hier sehr gut aufgestellt und so verloren wir nur ein Spiel) sowie eine Wanderung zu einem Wasserfall, der mit seinen Wassermassen tosend in die Tiefe stürzte. Auch haben einige von uns an einer Nachtwanderung teilgenommen, bei der wir, uns an den Schultern festhaltend, in einer Reihe durch den dunklen Wald gelaufen sind. Glühwürmchen sind auf diesem Weg um uns geschwirrt und das reine Bergwasser konnten wir in der Dunkelheit außerdem kosten.

 

Am letzten Morgen sind ein paar Mitfreiwillige und ich früh aufgestanden (3:55 hat mein Wecker geklingelt und dann musste ich noch alle, die mitwollten wecken und überzeugen, dass sie wirklich mitwollten!), um den Sonnenaufgang zu bewundern. Zwar hat sich zuerst nur Nebel im Tal erstreckt und es war kaum etwas zu sehen, aber nach einiger Zeit konnten wir einen atemberaubenden Ausblick auf den Hogsback (ein Berg, der aussieht wie ein borstiger Schweinerücken) und das Tal vor uns genießen, sodass sich der Schlafentzug auf jeden Fall gelohnt hat und ich endlich mal wieder Gebrauch von meiner Kamera machen konnte.

 

 

"Hobbiton makes a difference in the lives of disadvantaged children from the Eastern Cape" steht auf der Webseite der Organisation. Die außergewöhnliche Mission und der Spirit im Hobbiton mit der diese angegangen wird, haben mich sehr beeindruckt. Den Outdoor Gruppenaktivitäten wohnt die Möglichkeit inne, das Selbstvertrauen der Kinder zu stärken sowie Stärken und Schwächen von Individuen einer Gruppe zu erkennen und wertzuschätzen.

Dies bewegt mich zu meinem Plan, in diesem Jahr einer Gruppe von Kindern dieses Erlebnis mit Spendengeldern zu ermöglichen. Somit bin ich bereits mit den Leitern des Hobbiton in Kontakt und freue mich sehr darauf, meinen Wunsch zu realisieren.

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